Kampfkunst in Darmstadt | Heilpraktiker in Darmstadt

Ist Kampfkunst und Christsein vereinbar?

Es handelt sich bei dieser Frage letztlich um eine sehr persönliche Entscheidung. Man könnte sich z.B. schon allein deswegen gegen das Training im Bujinkan entscheiden, weil es nicht Jesus gewidmet ist. Ich (Heilpraktiker Kujaw, Darmstadt) möchte hier aber die Frage nach der Vereinbarkeit von Christsein und Bujinkan Budo (hier stellvertretend für Kampfkunst) etwas differenzierter beleuchten.

Was steht in Bibel dazu?

Mir scheint das 14. Kapitel des Briefes des Paulus an die Römer zu dieser Fragestellung zu passen. Es geht in diesem Kapitel um das Problem, ob man Fleisch essen darf, das zu römischer Zeit immer zu Ehren der römischen Götter geschlachtet wurde. Die Antwort darauf gibt der letzte Vers des 14. Kapitels:
Wer aber dabei zweifelt und dennoch ißt, der ist gerichtet, denn es kommt nicht aus dem Glauben.
Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde.
(Röm 14, 23)

Ich denke, die Aussage gilt entsprechend für das Bujinkan-Üben, indem man in der Textstelle „ißt” durch „übt” ersetzt.

Aber auch das Schicksal des Kriegers steht in der Schrift geschrieben:

...wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen.
(Mt 26,52a)

Die Erfahrung, daß jeder Gewaltakt seinen Tribut fordert, ist auch in den traditionellen Kampfkünsten bekannt.

Ist Bujinkan eine Religion?

Bujinkan ist m.E. keine Religion. Hatsumi Sensei hat zwar einiges über Tendai, Mikkyo, Christentum und andere Religionen bzw. religiöse Aspekte erzählt. Diese Aussagen zu religiösen Themen hat er aber nur gemacht, weil er danach gefragt wurde und etwas darüber weiß oder Religion einfach zum Leben und insbesondere Sterben eines Kriegers gehört, nicht weil Bujinkan Religion oder Teil einer Religion ist.

Ist Kuji eine Religion?

Bei Kuji handelt es sich um eine Erzeugung von Absicht, nicht um Religion. Wenn man allerdings der Überzeugung ist, daß jeglicher Gedanke im Leben auf Jesus gerichtet sein sollte, wäre das ein Grund nicht zum Bujinkan-Training zu gehen.

Hält jemand Kuji für eine religiöse Handlung und damit für Götzendienst, so sollte man von diesen Handlungen absehen. Ist man jedoch im Glauben gewiß, daß es nur einen Gott gibt, der seinen Sohn Jesus für die Menschen geopfert hat, so kann diese Handlung nicht schaden, zumal sie im Falle des Bujinkan auch m.E. nicht religiös gedacht ist.

Shikin Haramitsu Daikomyo

Die Grußformel zu Beginn und am Ende des Bujinkan-Trainings „Shikin Haramitsu Daikomyo” halte ich für einen Teil der japanischen Tradition, wobei ich allerdings zugebe, daß die Tradition und die Naturreligion der Japaner miteinander verschmolzen sind. Wer Probleme mit dieser Handlung zu Beginn und am Ende jeder Bujinkan-Übungseinheit hat, kann einfach davon absehen, am Begrüßungsvorgang teilzunehmen, wenn er dies für richtig hält. Für mich ist „Shikin Haramitsu Daikomyo” aus der religiösen Perspektive nur ein Gruß, wie dies auch ein Händeschütteln ist.

Meditation

Es gibt drei Grundtypen der Meditation, die ich alle für eine geistige Übung oder geistige Technik halte, die für sich alleine noch keine Religion bzw. keine geistliche Übung sind.

Es gibt auch christliche Meditationen, die sich beispielsweise auf Meister Eckhart begründet, d.h. man könnte Meditation durchaus auch als religiöse Praktik oder als Teil der Religion verstehen.



Letzte Änderung: 27.4.2015

Eike Kujaw (Heilpraktiker Darmstadt)

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Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen,
sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt,
die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
(Eph 6,12)